S.A.G. Solarstrom: Mitte Mai wird es spannend

In den kommenden Wochen entscheidet sich wohl das weitere Schicksal der S.A.G. Solarstrom. Für das insolvente Unternehmen liegen verschiedene Angebote vor – derzeit noch unverbindlich. Das soll sich ändern: Der Solarenergiekonzern hat diversen Interessenten Zugang zu einem Datenraum geschaffen, der benötigte Informationen für verbindliche Kaufangebote liefern soll. Noch vor der Gläubigerversammlung am 16. Mai will Insolvenzverwalter Jörg Nehrlich sagen können, welche Perspektiven für die Freiburger bestehen.

Verbindliche Kaufangebote für das Unternehmen als Ganzes oder Teile liegen zwar noch nicht vor, man verzeichnet eigenen Angaben zufolge aber großes Interesse bei Investoren. „Die Angebote kommen sowohl aus Asien wie auch aus Europa, Nordamerika und Deutschland. Der überwiegende Teil der potenziellen Investoren zeigt am Gesamtunternehmen mit allen Geschäftsbereichen Interesse, wir haben jedoch auch einige Angeboten für einzelne Assets der Unternehmensgruppe erhalten“, sagt Nerlich. Unter den Interessenten sind sowohl branchenangehörige Konzerne als auch Finanzinvestoren, heißt es aus Freiburg.

Investoren für operatives Geschäft dringend gesucht

Derweil leidet das operative Geschäft des Solarenergiekonzerns unter der Insolvenz. Die Umsetzung von neuen Projekten im Anlagenbau liege derzeit aufgrund des laufenden Insolvenz- und Investorenprozesses auf Eis, teilt S.A.G. Solarstrom mit. Im Auslandsgeschäft könnte man neu starten, sobald frisches Geld ins Unternehmen kommt: „Bei einer entsprechenden Rekapitalisierung durch den Einstieg eines strategischen Investors kann diese Projektpipeline sodann ohne größeren Zeitverzug umgesetzt werden“, heißt es von den Süddeutschen. Derweil erwartet die Gesellschaft verzögerte Zahlungen im Volumen von mehr als 20 Millionen Euro noch in der ersten Jahreshälfte. Die Gelder sollten eigentlich bereits Ende 2013 fließen, blieben aber aus – das hatte schließlich zur Insolvenz der Gesellschaft geführt. „Der Insolvenzprozess wird durch diese Mittelzuflüsse jedoch zunächst nicht beeinflusst werden“, so das Unternehmen vor dem Hintergrund roter Zahlen für 2013.

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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