Wacker Chemie: Solarsilicium-Sparte meldet bessere Preise

Mit der Münchener Wacker Chemie hat am Montag ein wichtiger Rohstoffzulieferer für die Hersteller von Solarzellen seine Quartalszahlen vorgelegt. Das Unternehmen meldet einen Quartalsumsatz von 1,16 Milliarden Euro nach zuvor 1,08 Milliarden Euro. Die Ergebnisse haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich verbessert: Vor Zinsen und Steuern hat Wacker Chemie 133,8 Millionen Euro verdient nach 32,2 Millionen Euro, unter dem Strich klettert der Quartalsgewinn von 5,1 Millionen Euro auf 64,2 Millionen Euro – je Wacker-Aktie macht dies einen Überschuss von 1,35 Euro aus.

Der Gewinnanstieg geht allerdings vor allem auf einen Sondereffekt im Volumen von 114 Millionen Euro zurück – Wacker Chemie hat von einem Kunden aus der Solarenergiebranche „erhaltene Anzahlungen vereinnahmt und Schadenersatzleistungen erhalten“. Dahinter, so heißt es am Markt, dürfte die Solarworld-Sanierung stecken. Zudem habe man steigende Absatzmengen und Preissteigerungen im Segment Solarsilicium verzeichnet.

Preissteigerungen bei Solarsilicium

„Die Nachfrage unserer Kunden nach unseren Produkten ist im 1. Quartal in allen Geschäftsbereichen spürbar gewachsen. Gleich-zeitig hat in einer Reihe von Segmenten der Preisdruck nachgelas-sen. Speziell bei Solarsilicium sehen wir bessere Preise als vor einem Jahr“, sagt Wacker-Chemie-Chef Rudolf Staudigl am Montag.

Wackers Prognose für das laufende Gesamtjahr bleibt unverändert. Der Konzern geht von einem Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Der operative Gewinn auf EBITDA-Basis soll um mindestens 10 Prozent klettern. Für die Wacker-Aktie, die am Freitag auf Schlusskursbasis um 4,68 Prozent kletterte, reichen die Impulse nicht. Größere Teile der Gewinne gehen wieder verloren, der Aktienkurs notiert gegen 10 Uhr bei 85,86 Euro mit 2,98 Prozent im Minus.

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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