CropEnergies kritisiert Brüssel – Gewinnminus erwartet

Die Mannheimer CropEnergies meldet für das Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatzzuwachs von 689 Millionen Euro auf 781 Millionen Euro, der vor allem auf den Zukauf der britischen Ensus zurückzuführen ist. Das EBITDA allerdings ist von 119 Millionen Euro auf 68 Millionen Euro abgerutscht. „Nachdem im Vorjahr die günstigen Preisrelationen auf den Rohstoff- und Absatzmärkten ein Rekordergebnis ermöglicht hatten, ging das EBITDA im Geschäftsjahr 2013/14 aufgrund deutlich niedrigerer Bioethanolerlöse und höherer Rohstoffkosten zurück“, so CropEnergies am Dienstag. Vor Zinsen und Steuern meldet die Gesellschaft einen Überschuss von 34,5 Millionen Euro nach 87 Millionen Euro im vorangegangenen Geschäftsjahr. Der Gewinn je CropEnergies-Aktie reduziert sich von 0,67 Euro auf 0,14 Euro.

EU-Diskussionen bringen politische Unsicherheit

Die Südzucker-Tochter kritisiert zudem die Politik: „Die andauernde Diskussion in Brüssel bremst derzeit das Wachstum des europäischen Bioethanolmarkts. Die aktuelle Unsicherheit führt dazu, dass viele Mitgliedsstaaten zögern, den Anteil von Biokraftstoffen wie geplant zu erhöhen und beispielsweise E10 auf den Markt zu bringen“, so das Unternehmen.

Aktionäre des Konzerns sollen je Anteilsschein für das vergangene Geschäftsjahr eine Dividende von 0,10 Euro erhalten. Für das laufende Jahr peilt CropEnergies einen Umsatz zwischen 850 Millionen Euro und 900 Millionen Euro an, nachdem die Kapazitäten ausgebaut wurden. Beim EBITDA erwartet man allerdings einen Gewinnrückgang auf 10 Millionen Euro bis 60 Millionen Euro.

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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