Solarworld: Preise in Europa bleiben unter Druck

Solarworld: Preise in Europa bleiben unter Druck

Der Solarword-Konzern hat am Mittwoch seine bereits gemeldeten vorläufigen Zahlen bestätigt. Diese sind erheblich von der finanziellen Sanierung und den hieraus erwachsenden Sondereffekten geprägt. So haben die Bonner das erste Quartal 2014 mit einem Gewinn von 550,1 Millionen Euro abgeschlossen nach einem Verlust von 44,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Vor Zinsen und Steuern meldet der Konzern einen Überschuss von 127,4 Millionen Euro, nachdem 2013 zum Jahresauftakt noch 32,3 Millionen Euro Verlust anfielen.

Der Umsatz dem Unternehmens ist dagegen von 112,2 Millionen Euro auf 99,4 Millionen Euro gefallen. Steigende Absatzmengen wurden dabei vom immer noch herrschenden Preisdruck im Solarenergiemarkt mehr aus aufgezehrt. Der Preisdruck hält an, zu Beginn des zweiten Quartals seien die Preise auf dem gesamten europäischen Markt unter Druck geraten, so Solarworld im Quartalsbericht. Es sei daher „nach wie vor wichtig, in der EU und in den USA für faire Wettbewerbsbedingungen einzutreten“, sagt Konzernchef Frank Asbeck. Unter Führung von Solarworld gab es zuletzt Initiative gegen chinesisches Preisdumping.

Solarworld will 2015 operative Gewinne erzielen

Nach der finanziellen Restrukturierung und damit Rettung von Solarworld vor der Pleite sowie der Übernahme der Aktivitäten von Bosch Solar Energy schauen die Rheinländer nun nach vorn. „Die Ausgangslage der SolarWorld AG hat sich im 1. Quartal 2014 verbessert. Wir haben uns für das Gesamtjahr 2014 ehrgeizige Ziele gesetzt und liegen bisher gut im Plan“, sagt Asbeck. Man wolle an „Produkten und Prozessen arbeiten und diese weiter optimieren“. Der Absatz soll um mindestens 40 Prozent steigen, der Umsatz mehr als 680 Millionen Euro erreichen. Bereinigt um Sondereffekte soll das EBITDA einen Gewinn von 10 Millionen Euro erreichen, vor Zinsen und Steuern soll der Verlust zwischen 20 Millionen Euro und 35 Millionen Euro liegen.

Für das Jahr 2015 kündigt Solarworld ein Umsatzplus von mehr als 20 Prozent sowie operative Gewinne an, 2016 will man schließlich mehr als eine Milliarde Euro umsetzen.

Bildquelle und Copyright: Solarworld.

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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