Aleo Solar: Die „tote Katze“ meldet Quartalszahlen

Seltsames hat sich in den vergangenen Tagen beim Aktienkurs von Aleo Solar ereignet. Das Unternehmen, das sich in der Liquidation befindet, verzeichnete aus dem Nichts einen Kurssprung: Die Aleo-Aktie war binnen zweier Handelstage von 0,39 Euro auf gestern in der Spitze erreichte knapp 1,44 Euro geklettert. Am Dienstagvormittag notiert das Papier bei 1,13 Euro, der Verlust zum gestrigen Schlusskurs beträgt rund 15 Prozent.

Nachrichten, die diesen Kursanstieg auch nur im Ansatz begründen, sucht man vergeblich. Das operative Geschäft wurde verkauft, mit einem Liquidationserlös für Aktionäre ist nicht zu rechnen. An der Börse nennt man so etwas gerne „dead cat bounce“. Die tote Katze springt, im Fall Aleo Solar sogar stärker als viele andere tote Katzen. Üblicherweise erledigen sich solche irrsinnigen Kursbewegungen binnen kurzer Zeit von selbst und die Gewinne lösen sich in Luft auf. Das dürfte auch für die Marktkapitalisierung von derzeit immer noch mehr als 14,7 Millionen Euro gelten – für ein Unternehmen in einer Lage, in der sich Aleo Solar befindet, ein schlechter Witz der Börse.

Daran wird auch die Quartalsbilanz nichts ändern, die Aleo Solar, zukünftig AS Abwicklung und Solar-Service AG, am Dienstag vorlegt. Das Unternehmen meldet aus dem mittlerweile verkauften Geschäft einen Umsatz von 11,7 Millionen Euro nach 31,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Operativ steigt der Verlust von 16,3 Millionen Euro auf 29 Millionen Euro, unter dem Strich je Aleo-Aktie von 1,35 Euro auf 2,39 Euro. Soweit zur Chronistenpflicht, sogar mit „catcontent“, Kursimpulse muss man sich hieraus aber nicht erhoffen.

Categories: News, Unternehmen

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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