Phoenix Solar: Aktie klettert aus dem Keller

Phoenix Solar: Aktie klettert aus dem Keller

Die vergangenen Wochen und Monate waren alles andere als schön für den Aktienkurs von Phoenix Solar. Die Notierung ist vom November-Hoch bei 7,32 Euro bis auf gestern erreichte 1,95 Euro abgestürzt, in den letzten Tagen kam es dabei noch einmal zu einem starken Abwärtsschwung bei Phoenix Solar. Im heutigen Handel allerdings zeigt sich eine Gegenbewegung. Die Notierung der Solarenergieaktie liegt am Dienstagnachmittag bei 2,12 Euro mit mehr als 6 Prozent im Plus, war im bisherigen Handelsverlauf aber schon bis auf 2,177 Euro geklettert.

Charttechnisch bleibt allerdings abzuwarten, ob hier eine Trendwende nach den jüngsten Verlusten gelingt, denn über das Tageshoch vom Montag bei 2,174 Euro kommt die Solarenergieaktie nur unwesentlich und für kurze Zeit hinaus. Für Phoenix Solar dürfte damit eine wichtige Signalmarke für eine mögliche Gegenbewegung feststehen. Gelingt es dem Papier, sich oberhalb von 2,17/2,18 Euro festzusetzen, wäre ein Pullback an die breite Widerstandszone oberhalb von 2,65 Euro möglich, die sich etwa bis 2,75/2,85 Euro zieht. Ob darüber liegende Hindernismarken angesteuert werden können, bliebe in diesem Fall abzuwarten. Gelingt der Break über 2,17/2,18 allerdings nicht, bleiben solche Überlegungen ohnehin Makulatur und die Phoenix-Solar-Aktie könnte sich erneut in Richtung 1,95/2,00 Euro verabschieden oder sogar darunter liegenden Supports unterhalb von 1,88 Euro nähern.

Analysten werden für Aktie von Phoenix Solar skeptischer

Kursziele oberhalb von 2,85 Euro sieht jedenfalls Close Brother Seydler Research. Die Analysten haben allerdings die Kurszielmarke für das Papier deutlich gesenkt, es lag zuvor bei 5,80 Euro. Die Einstufung für die Aktie bleibt bei „Hold“. Die massive Kurszielreduktion wird begleitet von deutlich gesenkten Ergebnisschätzungen für die Jahre 2014 bis 2016. Für dieses und kommendes Jahr erwarten die Experten nun je Anteilsschein des Konzerns Verluste von 1,05 Euro und 0,38 Euro und damit weit mehr als doppelt so viel wie bisher. Die Gewinnprognose für 2016 wird von 0,06 Euro auf 0,01 Euro je Aktie gesenkt. Begründet wird dies mit dem Ausbleiben von Großprojekten für Phoenix Solar. Damit sei es mehr und mehr unwahrscheinlich, dass der Solarenergiekonzern die Erwartungen erreichen könne. Auf dieses Risiko hatten die Seydler-Analysten bereits in früheren Studien hingewiesen. Man rechnet zwar immer noch mit neuen Meldungen für die zweite Jahreshälfte, es gebe aber keine Hinweise auf Volumen und Margen solcher Neuprojekte.

Categories: Analysten, Chartanalyse, News

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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