SMA Solar hofft 2015 auf schwarze Zahlen

Nach dem gestern gemeldeten Kauf von Teilen der Phoenix Solar AG hat SMA Solar Technology am Donnerstag Halbjahreszahlen vorgelegt. Es sind Zahlen, auf die die Aktie nach der jüngsten Gewinnwarnung des Unternehmens nochmals mit leichten Abschlägen reagiert – gegen 10 Uhr notiert der SMA-Aktienkurs bei 20,406 Euro mit 1,71 Prozent im Minus.

Die Hessen melden für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres einen Umsatzeinbruch von 461,5 Millionen Euro auf 341,2 Millionen Euro, das Verkaufsvolumen ist im gleichen Zeitraum um rund ein Fünftel zurück gegangen. Hinzu kam der Preisdruck im Markt, so SMA Solar am Donnerstag. Vor Zinsen und Steuern hat sich der Halbjahresverlust deutlich vergrößert und liegt bei 62,4 Millionen Euro nach 23,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich erhöht sich das Defizit von 16,2 Millionen Euro auf 44,9 Millionen Euro. Die liquiden Mittel beziffert SMA Solar auf knapp 245 Millionen Euro. Man sei damit „finanziell weiterhin gut aufgestellt“ und könne „die weitere Entwicklung aus eigener Kraft finanzieren“, heißt es von Seiten der Gesellschaft.

Die vor wenigen tagen gesenkte Prognosen wird bestätigt. SMA Solar rechnet mit einem Umsatz zwischen 850 Millionen Euro und 950 Millionen Euro, das operative Ergebnis solle, bereinigt um Kosten für den angekündigten Arbeitsplatzabbau, zwischen der Breakeven-Schwelle und einem Verlust von 45 Millionen Euro liegen. „In den kommenden Monaten rechnen wir mit einer deutlich stärkeren Nachfrage, insbesondere im internationalen Projektgeschäft“, hofft SMA-Chef Pierre-Pascal Urbon auf wieder anziehende Geschäfte. Im kommenden Jahr will der Konzern wieder Gewinne erzielen.

Categories: News, Unternehmen
Tags: Bilanz, SMA Solar

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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