PNE Wind: Wenn die Börse mehr erwartet – Aktie nach Zahlen im Minus

PNE Wind: Wenn die Börse mehr erwartet – Aktie nach Zahlen im Minus

Zunächst sah es am Mittwochmorgen nicht danach aus, dass die Aktie von PNE Wind nach den heute vorgelegten Halbjahreszahlen deutlich unter Druck kommen werde. Die Indikationen pendelten um die wichtige Widerstandsmarke bei 2,96 Euro und der Handelsauftakt brachte erste Kurse in Frankfurt und dem XETRA-Handel an dieser Marke zutage. Anschließend ging es für die Windenergieaktie aber deutlich nach unten, nachdem das Hindernis bei 2,96 Euro erneut nicht überwunden werden konnte. Bis auf 2,80 Euro fällt der PNE-Aktienkurs im heutigen Handel, am Nachmittag liegt das Papier knapp darüber bei 2,84 Euro – ein Minus von mehr als 3 Prozent.

Dabei haben die Zahlen von PNE Wind keine großen Überraschungen hervor gebracht, aber offenbar hatte man sich am Markt besseres erhofft. Dazu beigetragen haben dürften auch Aussagen von PNE Wind, dass man bei der Projektumsetzung „die für dieses Jahr anvisierten Ziele möglicherweise übertreffen“ werde. Die Cuxhavener bestätigen ihren Ausblick für die Jahre 2014 bis 2016. Kumuliert will man in diesen drei Jahren einen Gewinn zwischen 110 Millionen Euro und 130 Millionen Euro erzielen, kündigen die Norddeutschen zum wiederholten Male an. Die verstärkte Umsetzung von Projekten sorge nun für kontinuierliche Rückflüsse, so Konzernchef Martin Billhardt. PNE Wind hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, 2014 bei der Umsetzung der Projektpipeline mit Windparks an Land aufs Tempo drücke zu wollen.

Sprung in die operative Gewinnzone geglückt

Dies macht sich bereits in den Halbjahreszahlen des Konzerns bemerkbar. Das Geschäftsmodell des Projektierers von Windparks bringt es mit sich, dass die Quartalsberichte immer sehr volatil ausfallen, was Umsatz und Ertrag angeht – ein Grund, warum PNE Wind auf Mehrjahresprognosen umgestellt hat. In der ersten Jahreshälfte 2014 hat die Gesellschaft ihren Umsatz von 21,7 Millionen Euro auf 117,9 Millionen Euro erhöht, vor Zinsen und Steuern wurde das Ergebnis um 8,4 Millionen Euro auf einen Gewinn von 2,8 Millionen Euro verbessert und der Halbjahresverlust je PNE-Aktie unter dem Strich sinkt von 0,21 Euro auf 0,04 Euro. Die WKN-Akquisition hat dabei ihren Anteil am Wachstum der PNE-Aktivitäten.

„Sowohl national als auch international haben wir eine Reihe weiterer Genehmigungen erhalten, Windparks errichtet und verschiedene Projekte verkauft“, so Billhardt. Windparkprojekte mit 128 Megawatt Leistung befinden sich in Deutschland im Bau und sollen noch dieses Jahr fertiggestellt werden oder wurden bereits fertiggestellt. Für weitere 70 Megawatt und Auslandsprojekte liegen Genehmigungen vor. Große Teile der Gesamtpipeline von Windparkprojekten in unterschiedlichsten Stadien, die PNE Wind entwickelt, befinden sich im Ausland. Wesentliche Auslandsmärkte für die Cuxhavener in Europa sind unter anderem Großbritannien, die Türkei oder auch Italien, in Übersee haben die Märkte in den USA und Kanada Bedeutung.

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Tags: Bilanz, PNE Wind

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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