Vestas hebt die Gewinnprognose für 2014 an

Vestas hebt die Gewinnprognose für 2014 an

Der dänische Windenergie-Anlagenbauer Vestas erhöht die Prognose für das laufende Jahr. Die operative Gewinnspanne soll im laufenden Jahr bei mindestens 6 Prozent liegen, melden die Dänen am Mittwoch bei der Vorlage der Halbjahresbilanz. Dass man besser als die bisherige Planung einer EBIT-Marge von 5 Prozent abschneiden will, liegt vor allem an geringeren Kosten – hier profitieren die Skandinavier von Einsparprogrammen – und den Erwartungen für die Auslieferungen in der zweiten Jahreshälfte.

Im zweiten Quartal des laufenden Jahres hat Vestas den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwa 13 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro gesteigert. Die Ergebnisse vor Sondereffekten haben sich deutlich verbessert. Vor Zinsen und Steuern meldet Vestas einen Gewinnanstieg um 92 Millionen Euro auf 104 Millionen Euro, unter dem Strich klettert das bereinigte Ergebnis um 156 Millionen Euro auf 94 Millionen Euro. Den Auftragsbestand per Ende Juni liege bei 7,4 Milliarden Euro, so Vestas. Hinzu kommen Serviceverträge im Gesamtvolumen von 6,5 Milliarden Euro, die in den kommenden Jahren nach und nach umsatzwirksam werden. Man habe ein solides Quartal mit Verbesserungen in den meisten Bereichen erzielt, sagt Konzernchef Anders Runevad.

Vestas-Aktienkurs kann nur kurz von den News profitieren

Analysten zeigen sich in ersten Statements positiv überrascht von den Zahlen. Die Vestas-Aktie kann von den Meldungen heute dennoch nur zu Handelsbeginn profitieren. Im Tagesverlauf fällt der Aktienkurs im XETRA-Handel von 38,18 Euro auf bis zu 36,29 Euro zurück. Gegen 10:50 Uhr notiert die Windenergieaktie bei 36,52 Euro mit rund einem Prozent im Minus.

Der Aktienkurs des Vestas-Konkurrenten Nordex kommt im heutigen Handel ebenfalls nicht in Schwung und liegt kurz vor 11 Uhr bei 13,78 Euro ebenfalls mit rund einem Prozent im Minus. Im bisherigen Mittwochshandel verzeichnet die TecDAX-notierte Windenergieaktie Kurse zwischen 13,55 Euro und 13,945 Euro, kommt damit nicht über eine Widerstandszone unterhalb von 13,95/14,05 Euro hinaus – mehr dazu in einer aktuellen Nordex-Chartanalyse auf www.4investors.de. Abzuwarten bleibt, ob Nordex mit einer Prognoseerhöhung in den kommenden Wochen nachzieht. Am 24. September findet der Investorentag der Norddeutschen statt, dort soll es neue Schätzungen für den mittelfristigen Ausblick geben. Experten bewerten die aktuellen Prognosen von Nordex für 2014 als konservativ.

Tags: Bilanz, Nordex, Vestas

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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