ABO Invest: Anlaufverluste sorgen für steigendes Defizit

Die Wiesbadener ABO Invest hat am Freitag Halbjahreszahlen vorgelegt. Das Unternehmen, das vor allem Windenergieanlagen betreibt, hat den Umsatz um 16 Prozent auf 9,9 Millionen Euro gesteigert. Der Zuwachs komme durch neu in Betrieb genommene Windparks zustande, die aufgrund üblicher Anlaufverluste aber auch für einen steigenden Halbjahresverlust bei ABO Wind sorgen: Die Gesellschaft meldet einen Verlust von 1,0 Millionen Euro nach 0,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

„Das höhere Periodendefizit entspricht den Erwartungen und folgt aus den planmäßigen Anfangsverlusten der in Betrieb genommenen Windparks. Aufgrund der hohen Zinsverpflichtungen und Abschreibungen erwirtschaften Windparks in den ersten Betriebsjahren üblicherweise bilanzielle Verluste. So wird der ABO Invest-Konzern planmäßig erst in einigen Jahren Gewinne ausweisen“, so ABO Wind.

Entscheidend bei den Windparks sei, „dass sich über einen längeren Zeitraum die Ertragserwartungen aus der Stromproduktion erfüllen“, sagt Konzernvorstand Jochen Ahn am Freitag. Weitere Windparks stehen vor der Inbetriebnahme: Neben einem Windpark mit 10 Megawatt Leistung im Departement Loire-Atlantique, der im Dezember ans Netz gehen soll, ist für das Frühjahr 2015 der Start eines Windparks mit 14 Megawatt Leistung in der Auvergne geplant. Hinzu kommt, erstmals für ABO Wind, ein Projekt in Finnland, das ans Netz gehen soll. Der Produktionsstart beim Windpark Haapajärvi ist für das zweite Quartal 2015 geplant. ABO Invest ist zudem in Irland und Deutschland aktiv.

Die in Düsseldorf notierte Aktie des Unternehmens liegt am Freitagnachmittag bei 1,355 Euro mit 0,07 Prozent in der Gewinnzone.

Categories: News, Unternehmen

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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