SMA Solar und Phoenix Solar: Bilanzen zeigen schlechte Lage der Branche

Zwei Solarenergieunternehmen, die operativ unter Druck stehen und 2014 Gewinnwarnungen veröffentlicht haben, haben am Donnerstag ihre Quartalsbilanzen vorgelegt. Ein Zahlenwerk kommt von der TecDAX-notierten SMA Solar, die zudem ihre im Sommer reduzierte Prognose für das laufende Jahr bestätigt. Man erwartet unter anderem einen Umsatz zwischen 850 Millionen Euro und 950 Millionen Euro, während es „im besten Fall ein ausgeglichenes operatives Ergebnis“ geben werde. Sollte nur das untere Ende der Umsatzprognose erreicht werden, wird SMA Solar wohl 45 Millionen Euro Verlust für 2014 verbuchen müssen. „Voraussetzung für das Erreichen des unteren Endes der Umsatzprognose ist, dass die für das vierte Quartal erwarteten Vertragsabschlüsse im Projektgeschäft eine Belieferung in diesem Geschäftsjahr vorsehen. Zudem rechnet der SMA Vorstand mit der üblichen Belebung des Handelsgeschäfts zum Jahresende“, so der Solarenergiekonzern.

Für die ersten neun Monate des laufenden Jahres bilanziert SMA Solar einen Umsatzrückgang von 709,3 Millionen Euro auf 549,3 Millionen Euro. Knapp drei Viertel des Geschäftsvolumens generiert der Konzern mittlerweile mit ausländischen Kunden. Vor Zinsen und Steuern ist der Verlust von 30,1 Millionen Euro auf 72,7 Millionen Euro gestiegen. „Der Nachfrageanstieg im dritten Quartal ist nicht so stark wie erwartet ausgefallen. Zum einen haben sich Projekte in das vierte Quartal 2014 und das nächste Geschäftsjahr verschoben“, sagt SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon am Donnerstag, der zudem auf den Preisdruck in der Branche hinweist. Die Nettoliquidität beziffert das TecDAX-notierte Unternehmen mit 224,8 Millionen Euro.

Einer der Bereiche, mit denen SMA Solar zurück in die schwarzen Zahlen gelangen will, ist das jüngst von Phoenix Solar europäische Serviceportfolio. Der Ertrag hieraus ist einer der wesentlichen Faktoren, warum Phoenix Solar in diesem Jahr nicht weiter in die roten Zahlen rutschen wird. Nach der jüngsten Gewinnwarnung rechnet man mit einem Umsatz von 45 Millionen Euro bis 55 Millionen Euro. Vor Zinsen und Steuern erwartet das Solarenergieunternehmen einen Verlust zwischen 3 Millionen Euro und 4 Millionen Euro, nachdem man bisher noch von bis zu 3 Millionen Euro operativen Gewinn ausging. Im kommenden Jahr soll es wieder besser werden: Der Auftragsbestand per Ende September liege bei mehr als 40 Millionen Euro, so der Konzern.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat die Gesellschaft 19,5 Millionen Euro umgesetzt nach 116 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der operative Verlust hat sich von 1,6 Millionen Euro auf 5,7 Millionen Euro erhöht. Unter dem Strich weist Phoenix Solar einen Konzernverlust von 11,1 Millionen Euro aus nach 8,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Folge des Verlustes ist auf Konzernebene ein negatives Eigenkapital in Höhe von 2 Millionen Euro, so Phoenix Solar, während im AG-Einzelabschluss 8,7 Millionen Euro positives Eigenkapital vorhanden seien.

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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