PNE Wind: Millionenschaden durch WKN-Kauf?

PNE Wind: Millionenschaden durch WKN-Kauf?

Die Übernahme des Windkraftprojektierers WKN durch die Cuxhavener PNE Wind sorgt für ein rechtliches Nachspiel. Der börsennotierte Windenergiekonzern aus Cuxhaven will millionenschwere Schadensersatzansprüche gegen die Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH einklagen. Die Ansprüche liegen nach Angaben der Norddeutschen bei bis zu 6,2 Millionen Euro und resultieren aus Überbewertungen von Projekten der WKN AG, die PNE Wind nun zu Abschreibungen im niedrigen bis mittleren einstelligen Millionenbereich zwingt. „Außerdem hat der Vorstand vom Aufsichtsrat die Zustimmung erhalten, die betreffenden Ansprüche erforderlichenfalls im Wege einer Schiedsklage geltend zu machen“, so PNE Wind am Dienstag.

Pikant: Volker Friedrichsen, Eigentümer der Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH, sitzt im Aufsichtsrat des Cuxhavener Konzerns und hatte zuletzt immer wieder größere Aktienpakete des Unternehmens gekauft (wir berichteten). PNE Wind will Friedrichsen nun gerichtlich aus dem Aufsichtsrat abberufen lassen, sofern dieser nicht selbst zurück tritt, und macht unter anderem Interessenskonflikte des Aufsichtsratsmitglieds in Zusammenhang mit den Schadensersatzansprüchen geltend. Eine Antrag, dass auch Aufsichtsratschef Dieter K. Kuprian abgewählt und gerichtlich abberufen werden soll, scheiterte dagegen im Aufsichtsrat, teilen die Norddeutschen mit.

PNE Wind bestätigt operative Gewinnschätzung – Aktie verliert deutlich

Die Prognose für den operativen Gesamtgewinn der Jahre 2014 bis 2016 bestätigt PNE Wind am Dienstag: Man erwartet einen Überschuss vor Zinsen und Steuern in den drei Jahren von 110 Millionen Euro bis 130 Millionen Euro. Die PNE Wind Aktie notiert am frühen Nachmittag bei 2,324 Euro mit 3,17 Prozent im Minus, das Tagestief ist bei 2,301 Euro notiert.

PNE Wind hatte die WKN AG im April des vergangenen Jahres mehrheitlich übernommen. Für einen 54-prozentigen Anteil an der Gesellschaften haben die Cuxhavener 50 Millonen Euro hingeblättert, die an den Verkäufer, die Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH, zum Teil in Aktien bezahlt wurden. Im Zuge der Übernahme bekam PNE Wind damit die Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH als neuen Großaktionär, die zuletzt mehr als 15,7 Prozent der PNE-Anteile gehalten hat.

Categories: News, Unternehmen
Tags: PNE Wind

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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