Solarworld: Obama kann Impulse bringen

Wenn Solarworld früher Quartalszahlen publiziert hat, haben sich Aktienanalysten in der Folge auf die Daten des Solarenergiekonzerns gestürzt. Es gab Stimmen über Stimmen. Heute ist das anders. Kaum ein Experte interessierte sich bisher für die aktuellen Zahlen der Bonner. Zu den wenigen Ausnahmen zählen die Analysten der WGZ Bank. Diese bestätigen heute ihre Kaufempfehlung für die Solarworld-Aktien. Das Kursziel sehen sie wie bisher bei 19,00 Euro. Somit haben die Papiere ein Aufwärtspotenzial von rund 20 Prozent. Am frühen Nachmittag werden die Aktien von Solarworld auf Xetra mit 15,85 Euro gehandelt. Das ist ein Tagesplus von 0,7 Prozent.
 
Die jüngsten Eckdaten zum zweiten Quartal haben den Erwartungen der Experten entsprochen. Bestätigt wird von Solarworld zudem die Prognose. Man will für das Gesamtjahr ein positives bereinigtes operatives Ergebnis ausweisen. Somit muss die zweite Jahreshälfte besser als die ersten sechs Monate laufen. Denn nach zwei Quartalen meldet Solarworld einen operativen Verlust von 12 Millionen Euro. Die Experten rechnen für 2015 weiter mit einem Verlust je Aktie von 1,67 Euro. 2016 soll es einen Gewinn je Papier von 1,59 Euro geben. Sie gehen davon aus, dass sich die operativen Fortschritte in den nächsten Monaten fortsetzen werden.

Die Stimmung am Markt kann sich durch die jüngsten Initiativen von US-Präsident Obama verbessern. Barack Obama will mehr auf grüne Energien setzen. Das kann auch für Solarworld Vorteile bringen. Die USA sind der wichtigste Markt der Gesellschaft. Ob und wann die Obama-Idee Realität wird, ist hingegen unklar. Viele Bundesstaaten sowie republikanische Politiker haben erheblichen Widerstand angekündigt.

Categories: Analysten, News
Tags: Solarworld

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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