Solarworld: Keine guten Nachrichten

Juristische Streitigkeiten in den USA um Siliziumlieferverträge lassen das Kursziel der Aktienanalysten von Independent Research für die Solarworld-Aktie purzeln. Solarworlds rechtlicher Kontrahent Hemlock hat nach einem gescheiterten Versuch der Einigung vor einem US-Gericht nun ein beschleunigtes Verfahren beantragt. Ende Mai soll das Gericht tagen. Bei dem Streit geht es um eine Summe von 756 Millionen Dollar – Rückstellungen hat Solarword keine gebildet. Allerdings gehen die Experten davon aus, dass der Streit trotz des erhöhten Drucks auf Solarworld wahrscheinlich auf eine außergerichtliche Einigung hinauslaufen könnte – eine Verurteilung zu Zahlungen könnte den Bonner Konzern bei liquiden Mitteln von 189 Millionen Euro komplett überfordern, was auch Hemlock weiß.

Dennoch senken die Analysten bei Independent Research ihr Kursziel für die Solarworld Aktie von 11,50 Euro auf 9,20 Euro. Am Freitagnachmittag notiert die Solarenergieaktie bei 8,662 Euro mit 3,54 Prozent im Minus. Die Einstufung des Papiers bleibt bei „Halten“. Für 2016 prognostizieren die Experten je Solarworld Aktie einen Verlust von 0,11 Euro, im kommenden Jahr soll ein Gewinn von 1,50 Euro je Anteilsschein anfallen.

Categories: Analysten, News
Tags: Solarworld

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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