SMA Solar und PNE Wind legen Halbjahreszahlen vor – News

Die TecDAX-notierte SMA Solar verzeichnet im Donnerstagshandel einen erneuten Kurssturz. Nachdem das Solarenergieunternehmen heute Quartalszahlen vorgelegt hat, rauscht der Aktienkurs bis auf 34,33 Euro in die Tiefe. Im weiteren Handelsverlauf verkleinert sich das Minus, aktuell liegt die SMA Aktie bei 35,50 Euro mit 6,7 Prozent im Minus.

Für die miese Laune sorgt nach den jüngsten Sorgen um den Zustand der Branche in den USA heute der pessimistischer formulierte Ausblick des Konzerns aus Niestetal, was vor allem für das kommende Jahr gilt. „Der Preisdruck in der Solarbranche hat sich in den letzten Wochen unerwartet stark beschleunigt. Wir haben deshalb umgehend Maßnahmen eingeleitet, um unsere Gewinnschwelle noch weiter zu senken“, so SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Unter anderem werden Standorte in Denver und Kapstadt geschlossen. Zudem heißt es von Konzernseite, dass „aufgrund der zu beobachtenden Preisentwicklung in der Solarbranche das obere Ende der Ergebnisprognose ambitioniert ist“. SMA Solar erwartet 80 Millionen Euro bis 120 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern für 2016.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres hat das Unternehmen den Umsatz um 15,1 Prozent auf 494,1 Millionen Euro gesteigert. Vor Zinsen und Steuern weist SMA Solar 39,3 Millionen Euro Gewinn aus nach 14,9 Millionen Euro Verlust in der ersten Jahreshälfte 2015. Unter dem Strich verbessert der Konzern das Halbjahresergebnis um 40,8 Millionen Euro auf 19,4 Millionen Euro Gewinn.

PNE Wind: Klappt der Portfolioverkauf noch in diesem Jahr?

Auch von PNE Wind kommen heute Halbjahreszahlen. Der Windenergiekonzern aus Cuxhaven meldet einen Umsatz von 44,8 Millionen Euro, während vor Zinsen und Steuern ein Verlust von 1,4 Millionen Euro und je PNE Wind Aktie ein Gewinn von 0,10 Euro angefallen ist. Die Zahlen liegen deutlich unter den Vorjahreswerten, die allerdings durch den Verkauf der Aktiviäten im Vereinigten Königreich und damit durch einen Einmaleffekt hoch ausgefallen waren. Die Planungen für 2016 bestätigen die Norddeutschen: Unter anderem will man den operativen Gewinn auf mehr als 100 Millionen Euro nach oben schrauben.

Ob das gelingt, hängt wesentlich davon ab, ob der Konzern 2016 den geplanten Verkauf eines Windpark-Portfolios abschließen kann. „Das Portfolio von Projekten im Eigenbestand, die sich bereits in Betrieb oder in Bau befinden, ist auf 142,5 MW angewachsen. Damit wurden die Voraussetzungen für den planmäßigen Veräußerungsprozess des Portfolios geschaffen“, so PNE Wind am Donnerstag. Der Konzern will das Portfolio entweder an die Börse bringen oder im Paket an Investoren verkaufen. „Im Offshore-Bereich erwarten wir Fortschritte mit Blick auf die kommenden Ausschreibungen. Und nicht zuletzt werden wir unsere internationalen Aktivitäten fortführen und weiter ausbauen“, kündigt PNE-Chef Markus Lesser am Donnerstag zudem an.

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Michael Barck

Chefredakteur cleantechaktien.de

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